Vegan grillen: Tofu, Gemüse und Pilze saftig zubereiten

Vegan grillen ist für mich keine Notlösung. Es braucht nur etwas mehr Vorbereitung und eine gute Marinade.

Tofu, Tempeh, Pilze und Gemüse brauchen passende Vorbereitung statt Fleischkopie. So entstehen Röstaromen, saftige Stücke und ein vollständiger veganer Grillteller.

Veroeffentlicht am

Vegan grillen: Tofu, Gemüse und Pilze saftig zubereiten

Zutaten mit eigenem Charakter

Behandle Tofu, Tempeh, Pilze, Mais und Gemüse nicht als Ersatz, sondern als Zutaten mit eigenen Stärken. Pilze bringen Umami, Mais Süße, Paprika Saftigkeit und Tofu nimmt Marinade gut auf. Eine gemischte Platte wirkt interessanter als ein einzelnes Produkt, das ein Steak nachahmen soll.

Plane unterschiedliche Garzeiten getrennt. Feste Aubergine oder Mais starten früher als dünne Zucchini. Kleine Pilze und Tofuwürfel lassen sich auf Spießen oder einer geschlossenen Grillfläche besser kontrollieren.

Tofu vorbereiten, ohne ihn auszutrocknen

Fester Tofu wird abgetropft und nur so stark gepresst, dass überschüssige Flüssigkeit austritt. Schneide ihn nicht zu dünn. Größere Würfel oder Scheiben bleiben innen saftiger und brechen beim Wenden seltener.

Eine Marinade aus Öl, Säure, Sojasauce und Gewürzen darf einziehen, bevor der Tofu auf den Grill kommt. Überschüssige Marinade wird abgetupft. So bräunt die Oberfläche besser und Öl tropft nicht unnötig in die Hitze.

Gemüse nach Wassergehalt behandeln

Nasse Oberflächen bräunen schlecht. Trockne Gemüse nach dem Waschen gründlich. Zucchini und Aubergine sollten nicht hauchdünn geschnitten werden, sonst werden sie weich, bevor Farbe entsteht. Paprika, Zwiebeln und Mais vertragen kräftigere direkte Hitze.

Pilze werden erst kurz vor dem Grillen geölt und gesalzen. Werden sie früh in viel Flüssigkeit gelegt, dämpfen sie eher, als dass sie rösten.

Marinade mit Maß

Öl transportiert Aromen und schützt die Oberfläche. Zu viel davon tropft jedoch in die Glut. Säure, Sojasauce, Kräuter, Knoblauch und Gewürze werden so dosiert, dass die Zutat noch erkennbar bleibt. Zuckerhaltige Marinaden oder Glasuren kommen erst gegen Ende dazu.

Für Tofu darf die Marinierzeit länger sein. Empfindliches Gemüse braucht häufig nur einen dünnen Film kurz vor dem Grillen.

Direkte und indirekte Hitze kombinieren

Feste Stücke bekommen über direkter Hitze zunächst Röstaromen. Danach können sie in einer ruhigeren Zone fertig garen. Eine Plancha oder geeignete Grillmatte hilft bei kleinen Stücken. Pilze und Tofu lässt du erst lösen, bevor du wendest. Wer ständig bewegt, unterbricht die Bräunung.

Den Aufbau des Grills zeigt die Anleitung zu direkter und indirekter Hitze.

Ein vollständiger veganer Grillteller

Tofu, Tempeh, Bohnencreme oder ein Salat mit Hülsenfrüchten liefern Substanz. Dazu passen Brot, Kartoffeln, Mais oder ein Getreidesalat. Eine frische Sauce mit Kräutern und Zitrone verbindet die Komponenten. So entsteht ein vollständiger Teller und nicht nur eine Schale Grillgemüse neben den Beilagen der anderen.

Saucen getrennt servieren

Stell mindestens eine frische und eine kräftige Sauce dazu, statt alle Zutaten gleich zu marinieren. Kräuter, Zitrone und Joghurtalternative passen zu Gemüse; eine rauchige Tomatensauce ergänzt Tofu und Mais. So können Gäste selbst dosieren und die Röstaromen bleiben erkennbar.

Für gemischte Grillrunden vorbereiten

Vegane Zutaten bekommen eine eigene Zange, eine saubere Fläche und separate Schalen. Das ist besonders wichtig, wenn Gäste tierische Produkte meiden oder Allergien haben. Bereite vegane Saucen und Spieße zuerst vor und kümmere dich anschließend um anderes Grillgut.

Mit den veganen Gemüsespießen vom Grill kannst du Schnittgröße, Marinade und Reihenfolge direkt praktisch umsetzen.